Der Siegeszug der E-Bikes hält ungebrochen an: Als umweltfreundliche, sportliche und praktische Alternative zum Auto sind sie in aller Munde. Doch wer sich für ein E-Bike entscheidet, sollte frühzeitig über den passenden Versicherungsschutz nachdenken. Motorunterstützung, teurer Akku und höherer Diebstahlwert bringen Risiken, die eine herkömmliche Fahrradversicherung kaum abdeckt. In diesem Guide erfahren Sie, welche Policen Sie 2025 wirklich brauchen, welche Kosten auf Sie zukommen und wie Sie im Schadenfall optimal abgesichert sind.
Warum eine separate E-Bike Police unverzichtbar ist
E-Bikes unterscheiden sich in mehreren Punkten grundlegend vom klassischen Fahrrad. Erstens liegt der Anschaffungspreis oft im vierstelligen Bereich: Qualitativ hochwertige Modelle bewegen sich zwischen 1.500 und 5.000 €, Akkus und Motoren können rasch mehrere hundert Euro zusätzlich kosten. Zweitens sorgt die Elektrounterstützung für höhere Geschwindigkeiten – Unfälle enden deshalb oft mit schwereren Verletzungen. Drittens sind E-Bikes für Diebe besonders attraktiv: Die hochwertige Technik lässt sich gewinnbringend weiterverkaufen.
Die gesetzliche Lage spricht eine klare Sprache: Pedelecs (bis 25 km/h) gelten als Fahrräder und brauchen keine Haftpflicht, S-Pedelecs (bis 45 km/h) jedoch als Kleinkrafträder und müssen haftpflichtversichert sein. Zudem verlangen manche Hersteller eine lückenlose Versicherung, um Garantieansprüche nicht zu gefährden. Wer ohne ausreichenden Schutz unterwegs ist, riskiert im Diebstahl- oder Unfallschadenfall nicht nur den finanziellen Verlust, sondern auch Bußgelder und Privathaftung.

Welche Versicherungsarten gibt es?
Haftpflichtversicherung

Die E-Bike-Haftpflicht schützt Sie vor den Folgen eigener Fahrfehler: Personenschäden (Heil- und Folgekosten) sowie Sach- und Vermögensschäden Dritter werden übernommen. Gesetzlich geforderte Mindestdeckungssummen liegen häufig bei 5 Mio. € für Personen- und Sachschäden sowie 1 Mio. € für Vermögensschäden. Da nicht jede Fahrrad-Haftpflicht automatisch S-Pedelecs einschließt, achten Sie unbedingt auf die exakte Nennung Ihres Modells im Tarif.
Diebstahl- und Vollkaskoversicherung

Eine Diebstahlversicherung deckt den Verlust von Rahmen, Akku und Zubehör ab – meist gegen eine Selbstbeteiligung von 10 % bis 20 % des Neuwertes. Premium-Tarife oder Vollkasko erweitern diesen Schutz um Unfall-, Sturz- und Vandalismusschäden. Besonders wichtig: Akku-Schutzbausteine, da Reparatur oder Ersatz einer Batterie sehr teuer werden können. Wer rundum abgesichert sein möchte, wählt einen Tarif mit integriertem Kasko-Schutz inklusive Pannenhilfe und europaweiter Deckung.
Einbindung in die Hausratversicherung

Viele Hausratversicherungen decken Fahrräder im Keller oder in der Garage ab – typischerweise bis zu 5 % der Versicherungssumme. Für ein E-Bike im Wert von 3.000 € ergibt das gerade einmal 150 € Ersatz, wenn es vor Ort entwendet wird. Räder, die unterwegs gestohlen werden, sind meistens nicht mitversichert. Besser ist ein separater E-Bike-Baustein in Ihrer Hausratpolice oder eine eigenständige E-Bike-Versicherung, die überall und ohne Limit schützt.
Kosten und Beitragshöhe 2025
Die Jahresprämien für Basis-Diebstahlschutz bewegen sich 2025 im Bereich von etwa 20 € bis 50 €. Einflussfaktoren sind Neupreis des Bikes, Region (hohes Diebstahlrisiko in Städten), gewählte Selbstbeteiligung und modellspezifische Risiken (z. B. Technologietyp, Akkugröße). Ein Neuwertmodell garantiert bei Totalschaden volle Ersatzleistung, während Klassiker-Tarife nach Zeitwert abrechnen.
Beispiel:
– E-Bike Neupreis 2.000 €
– Selbstbeteiligung 10 % (200 €)
– Jahresprämie ca. 30 €
Wer gern ohne Kompromisse fährt, wählt einen kleinen Aufpreis für Vollkasko-Leistungen, Akku-Inklusivschutz und europaweite Pannenhilfe.

So finden Sie den richtigen Tarif
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Leistungscheck: Studieren Sie die Tarifdetails auf Deckung, Deckungslimits und Ausschlüsse.
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Selbstbeteiligung abwägen: Höheres Eigenrisiko senkt die Prämie, im Schadenfall erhöhen sich jedoch Ihre Kosten.
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Anbieter vergleichen: Online-Vergleichsportale liefern erste Orientierung, doch die Maklerberatung zeigt individuelle Sparpotenziale.
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Sonderbausteine prüfen: Akku-, Pannen- und Vandalismus-Schutz sind oft nur in Premium-Tarifen enthalten.
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Vertragslaufzeit & Kündigung: Achten Sie auf kurze Fristen (1 Monat zum Jahresende) und Testzeiträume.
Praxis-Tipps und Schadensbeispiele
Ein Diebstahl Ihres E-Bikes ist schnell passiert: Fotografieren Sie Modell, Rahmennummer und Aufbewahrungsort, fertigen Sie Zeugenlisten an und erstatten Sie sofort Anzeige. Reichen Sie danach Fotos, Kaufbeleg und Anzeigeprotokoll bei der Versicherung ein.
Bei Unfallschäden am Motor oder Rahmen hilft ein Gutachten, um Reparaturkosten konkret nachzuweisen. Nutzen Sie möglichst Partner-Werkstätten, um Direktabrechnung mit dem Versicherer zu vereinfachen.
Ein Akku-Defekt infolge von Feuchtigkeit oder Überladung erfordert häufig Neuanschaffung. Passen Sie Ihre Police an, damit solche Totalschäden direkt ersetzt werden – andernfalls bleibt nur der teure Privatkauf.
Quick Facts auf einen Blick

FAQ zur E-Bike Versicherung
Wie viel kostet die Versicherung für ein E-Bike?
Je nach Neupreis, Region und Selbstbeteiligung zwischen 20 € und 50 € pro Jahr.
Ist eine E-Bike-Versicherung sinnvoll?
Ja – sie schützt vor hohen Kosten bei Akku-Defekt, Diebstahl und Unfallschäden, die Sie sonst selbst tragen müssten.
Ist mein E-Bike in der Hausratversicherung mitversichert?
Oft nur im verschlossenen Keller oder in der Garage und bis zu 5 % der Versicherungssumme. Für unterwegs empfiehlt sich ein gesonderter Schutz.
Deckt die Police Akku-Schäden ab?
Nur in Premium-Tarifen oder wenn Sie einen speziellen Akku-Baustein wählen.
Wie lange sollte man sein E-Bike versichern?
Solange Sie es nutzen – die Kündigungsfrist beträgt meist 1 Monat zum Jahresende.
Wie viel kostet die E-Bike-Versicherung bei AXA?
AXA bietet mit ihrem Alteos Komplettschutz* einen Rundumschutz für Ihr E-Bike an. Die Jahresprämie beträgt 36 € und umfasst Diebstahl, Vandalismus, Unfallschäden sowie Akku- und Elektronikschutz. Wird nur der Basis-Diebstahlschutz über eine Hausratversicherung gewünscht, kann dieser bereits ab 1,56 € pro Monat als Baustein zur Hausratpolice hinzugebucht werden.
Sources
Ask ChatGPT